8 Std. 36 Min.
- Population und Zeitraum
- Personen ab 10 Jahren, Deutschland, ZVE 2022
- Methode und Bedeutung
- selbst dokumentierte tägliche Zeitverwendung für Schlafen; revidiert 2025
Wissen und Quellen · Orientierung, keine Diagnose
Drei belastbare Erhebungen beantworten drei verschiedene Fragen. Diese Seite hält Schlafzeit, kurze Schlafdauer und berichtete Schlafprobleme methodisch auseinander.
Eine einzige deutsche Schlafzahl wäre irreführend. Destatis berichtet 8 Stunden 36 Minuten tägliche Zeitverwendung für Schlafen bei Personen ab zehn Jahren im Jahr 2022. Das RKI berichtet getrennt 39,6 Prozent Erwachsene mit weniger als sieben Stunden werktags und 22,7 Prozent am Wochenende sowie 16,3 Prozent mit Ein- und 31,7 Prozent mit Durchschlafproblemen in einer anderen Erhebung.
| Kennzahl | Population und Zeitraum | Methode und Bedeutung |
|---|---|---|
| 8 Std. 36 Min. | Personen ab 10 Jahren, Deutschland, ZVE 2022 | selbst dokumentierte tägliche Zeitverwendung für Schlafen; revidiert 2025 |
| 39,6 % / 22,7 % | 8.026 Erwachsene, Mai 2023 bis Februar 2024 | selbst berichtete Dauer unter 7 Stunden werktags / am Wochenende |
| 16,3 % / 31,7 % | 27.038 Erwachsene, Panel 2024 | selbst berichtete Ein- / Durchschlafprobleme in den letzten vier Wochen |
Die ZVE erfasst eine Aktivität über den ganzen Tag und schließt Personen ab zehn Jahren ein. GEDA berechnet eine übliche Dauer bei Erwachsenen aus Zeitangaben. Das RKI-Panel fragt nach der Häufigkeit bestimmter Probleme. Prozentwerte und Stunden beschreiben deshalb weder dasselbe Merkmal noch dieselbe Population.
CSV herunterladen · JSON herunterladen · SVG-Diagramm · PNG-Diagramm. Alle Dateien gehören zur Version 1 und enthalten Definition, Population, Zeitraum und Quelle.
Schlafrechner.org (2026): Schlafstatistiken Deutschland – methodisch getrennte Kennzahlen, Version 1, Datenstand 22. September 2026. Primärquellen: Destatis ZVE 2022 sowie RKI GEDA 2023 und Panel 2024. URL und Abrufdatum ergänzen.
Quellenkorrekturen werden nicht still überschrieben. Eine neue Datenversion erhält eigene Prüfsummen und einen Änderungsgrund. Hinweise können über die im Footer genannte Kontaktadresse gemeldet werden.
Belege
Zuletzt redaktionell geprüft am 28. September 2026.
Revidierte ZVE-2022-Tabelle: Personen ab zehn Jahren dokumentierten im Mittel 8 Stunden 36 Minuten Schlaf pro Tag.
Telefonische Querschnittserhebung mit 8.026 Erwachsenen; weniger als sieben Stunden berichteten 39,6 Prozent werktags und 22,7 Prozent am Wochenende.
RKI-Panel 2024 mit 27.038 Erwachsenen zu selbst berichteten Problemen in den letzten vier Wochen; DOI 10.25646/14227.
Kurz beantwortet
Die revidierte Destatis-ZVE 2022 weist für Personen ab zehn Jahren 8 Stunden 36 Minuten tägliche Zeitverwendung für Schlafen aus. Das ist kein persönlicher Bedarf und nicht mit reiner Nachtschlafdauer gleichzusetzen.
In der RKI-Auswertung von GEDA 2023 waren es 39,6 Prozent werktags und 22,7 Prozent am Wochenende; Grundlage waren Selbstauskünfte von 8.026 Erwachsenen.
Nein. Berichtete Ein- oder Durchschlafprobleme in einer Befragung sind nicht automatisch eine medizinische Diagnose.
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Rechner
Der Rechner trennt Bettzeit und geschätzte Schlafzeit. Dazu werden Einschlafdauer und nächtliche Wachphasen von der Zeit zwischen Zubettgehen und Aufstehen abgezogen.
Schlafbedarf
Schlafbedarf verändert sich mit dem Alter und bleibt innerhalb einer Altersgruppe individuell. Für Erwachsene werden regelmäßig mindestens sieben Stunden empfohlen; Kinder und Jugendliche benötigen meist mehr.
Einschlafen
Gelegentlich länger wach zu liegen ist häufig. Von einem relevanten Problem spricht man nicht allein nach Minuten, sondern wenn es regelmäßig auftritt, belastet und den Tag beeinträchtigt.
Durchschlafen
Kurze Wachmomente können unbemerkt bleiben und sind nicht automatisch krankhaft. Relevant wird das Muster, wenn du häufig lange wach liegst, nicht erholt bist oder der Alltag leidet.
Wissen und Quellen
Jeder Rechner verwendet eine dokumentierte, versionierte Modellannahme. Eingaben bleiben lokal. Ergebnisse sind Orientierung und werden zusammen mit ihren Grenzen und Quellen angezeigt.
Wissen und Quellen
Die ATHIS-Befragung 2019 erfasste, wie häufig Menschen ab 15 Jahren in Österreich in den letzten zwei Wochen durch Schlafschwierigkeiten oder übermäßigen Schlaf beeinträchtigt waren. 45,7 % antworteten „nie“, 5,2 % „beinahe jeden Tag“. Das ist keine gemessene Schlafdauer und keine Insomnie-Diagnose.
Wissen und Quellen
Das BFS berichtet für 2022 33 % Menschen ab 15 Jahren mit mittleren oder „pathologischen“ Schlafstörungen nach seinem Befragungsindikator. Das Wort „pathologisch“ bezeichnet hier eine statistische Kategorie, keine individuelle Diagnose.